Zitate Finanzminister Professor Dr. R. Alexander Lorz:
„Die erneut guten Ratings sind keine Selbstverständlichkeit und daher umso erfreulicher. Nach Jahren der wirtschaftlichen Flaute in Deutschland sind alle öffentlichen Haushalte extrem unter Druck. Dazu kommen aktuell die Belastungen des Iran-Konflikts. Doch trotz dieser gewaltigen Herausforderungen bleibt Hessens Kreditwürdigkeit an den Finanzmärkten weiterhin gut. Das zahlt sich für das Land buchstäblich aus. Wir zahlen vergleichsweise niedrige Zinsen.“
„Die Ratings bestärken uns in unserer Haushaltspolitik: Wir nutzen das Geld der Steuerzahlenden gezielt für wichtige und zukunftsweisende Investitionen. Gleichzeitig müssen wir nachhaltig sparen.“
Auszüge aus dem Ratingbericht von Standard and Poor‘s (in eigener Übersetzung aus dem Englischen):
„Der stabile Ausblick spiegelt unsere Einschätzung wider, dass das Land Hessen Haushaltsdisziplin walten lassen wird, insbesondere bei den Sach-, Personal- und Transferausgaben, um dem anhaltenden Haushaltsdruck entgegenzuwirken. Wir gehen davon aus, dass das Land unter Einhaltung der Verfassungsgrenzen strukturelle, aber begrenzte Defizite ausweisen wird, was nach den kürzlich gelockerten Haushaltsregeln für Bundesländer nun zulässig ist. Dennoch dürfte die Schuldenlast Hessens im Verhältnis zu den laufenden Einnahmen langsam zurückgehen, da der Nettofinanzierungsbedarf allmählich schrumpft und durch das Einnahmenwachstum mehr als ausgeglichen wird.“
„Unsere Ratings für Hessen berücksichtigen verschiedene aktuelle haushaltspolitische Herausforderungen, die politischen Entscheidungen des Landes sowie die jüngsten Änderungen im institutionellen Rahmen für die Länderverwaltungen in Deutschland. Wir weisen darauf hin, dass der Krieg im Nahen Osten Auswirkungen auf das Wachstum der Steuereinnahmen haben könnte. Wir rechnen zwar weiterhin mit strukturellen Verbesserungen der Haushaltslage, doch könnten diese nun geringer ausfallen oder sich verzögern.“
Auszüge aus dem Ratingbericht von Scope (in eigener Übersetzung aus dem Englischen):
„Das AAA/Stable-Rating des Landes Hessen spiegelt zudem die folgenden individuellen Kreditstärken wider:
i) eine solide Haushaltsentwicklung und eine vorsichtige Finanzpolitik mit starkem Bekenntnis zur Schuldenbremse des Landes;
ii) eine konservative Schulden- und Liquiditätspolitik, gestützt durch einen hervorragenden Marktzugang und ein günstiges Schuldenprofil;
iii) begrenzte Eventualverbindlichkeiten sowie ein gut ausgestatteter Pensionsfonds für die Beamten; und
iv) eine überdurchschnittliche Einnahmeflexibilität.“