. Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat sich gemeinsam mit Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz vor Ort über den Großeinsatz bei einem Brand auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung informiert.

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur

Brand beim GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung

Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat sich gemeinsam mit Darmstadts Oberbürgermeister Hanno Benz vor Ort über den Großeinsatz bei einem Brand auf dem Gelände des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung informiert.

Er dankt allen Beteiligten für ihr schnelles und professionelles Vorgehen. Bisher kamen keine Personen zu Schaden. Nach aktuellem Informationsstand brach das Feuer am Morgen in einem Gebäude des Linearbeschleunigers UNILAC aus, einem vorgeschalteten Bereich des neuen Teilchenbeschleunigers FAIR, der derzeit auf dem GSI-Gelände entsteht. Die FAIR-Baustelle ist von dem Brand nicht betroffen.

„Ich danke auch im Namen von Innenminister Roman Poseck den Einsatzkräften vor Ort, die mit ihrem hochprofessionellen und schnellen Handeln eine sehr gefährliche Situation unter Kontrolle gebracht haben. Die Meldekette hat hervorragend funktioniert“, so Wissenschaftsminister Timon Gremmels. „Dennoch ist heute ein schwarzer Tag für den Wissenschaftsstandort Hessen. Wir müssen nun abwarten, wie Expertinnen und Experten den Schaden und die Konsequenzen für den Forschungshorizont bewerten. Ein geplanter Probelauf für die Inbetriebnahme von FAIR sowie die an UNILAC geplanten Experimente müssen verschoben werden. Klar ist: Das Land steht an der Seite des GSI Helmholzzentrums. Wir haben mit dieser Institution ein exzellentes Forschungsumfeld mit bedeutender Infrastruktur, das deutschland- und weltweit eine führende Rolle spielt – und wir setzen alles daran, dass das Milliardenprojekt FAIR weiter vorangeht.“

Weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionen

Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt betreibt eine weltweit einmalige Beschleunigeranlage für Ionen. Das Forschungsprogramm erstreckt sich über den gesamten Aufbau der Materie: vom sichtbaren Bereich der Materie über Atome und Atomkerne bis hin zu den elementaren Bausteinen, den Quarks und Elektronen. In Experimenten an der GSI-Beschleunigeranlage gelang es zum Beispiel, die sechs neuen Elemente 107 bis 112 zu entdecken. In der biophysikalischen Forschungsabteilung der GSI wurde ein Verfahren zur Krebstherapie entwickelt.

Die im Bau befindliche FAIR-Anlage ist Zukunftsprojekt und inhaltliche Weiterentwicklung der GSI. Dabei handelt es sich um eine Ringbeschleunigeranlage mit zugehörigen Experimentiermöglichkeiten. Mit der FAIR-Anlage soll Materie – für sehr kurze Zeit – in Zustände versetzt werden wie zur Zeit der Entstehung des Universums.