Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Polizei zieht positive Bilanz zum Hessentag

Im Zeitraum von Freitag, 12.06.2026, bis Sonntag, 21.06.2026, fand der 63. Hessentag in Fulda statt. Insgesamt haben den Hessentag über 1 Million Menschen in den vergangenen 10 Tagen besucht.

Die polizeilichen Einsatzmaßnahmen wurden im Rahmen der eingerichteten BAO Hessentag 2026 durch das Polizeipräsidium Osthessen mit Unterstützung des Hessischen Polizeipräsidium Einsatz und des Hessischen Landekriminalamtes bewältigt. An den 10 Tagen kamen mehr als 3.500 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zum Einsatz.

Innenminister Roman Poseck zieht folgende Bilanz: „In den vergangenen 10 Tagen haben die Bürger fröhlich und friedlich auf dem 63. Hessentag gefeiert. Die polizeiliche Bilanz zeigt, dass es auch ein sicheres Volksfest war. Das haben wir den Besuchern zu verdanken, die vernünftig und umsichtig gehandelt haben.

Auch der Polizei möchte ich danken. Sie hat sich in den vergangenen Monaten akribisch auf den Hessentag vorbereitet. Das Sicherheitskonzept hat funktioniert. Eines der größten Volksfeste Deutschlands ist gestern Abend überwiegend friedlich zu Ende gegangen. Das ist ein Erfolg für den besonderen Einsatz der mehr als 3.500 Polizisten.

Die hessische Polizei war mit hoher Präsenz auf dem Hessentag vertreten und für viele Besucher der erste Ansprechpartner; sei es auf der extra für den Hessentag eingerichteten Hessentagswache, im Polizeibistro oder auf der Blaulichtmeile - die Polizisten zeigten sich jederzeit bürgernah. Auch die Kradstaffel hat jederzeit professionell und höchst engagiert für sichere Verkehrswege gesorgt.

Unsere Blaulichtfamilie hat mit Augenmaß und Sorgfalt für die Sicherheit der Bürger auf dem Hessentag gesorgt.

Roman Poseck Innenminister

Die Feuerwehr und Rettungsdienste haben sich ebenfalls höchst professionell und jederzeit bürgernah auf dem Hessentag präsentiert. Angesichts der hohen Temperaturen waren es besonders herausfordernde Bedingungen, die alle gut gemeistert haben. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, die rund um die Uhr für die Sicherheit der Menschen gesorgt haben und damit zum Erfolg des Hessentags beigetragen haben.

Überwiegend war es ein sehr friedlicher Hessentag. Es kam allerdings auch zu vier Widerständen und tätlichen Angriffen auf Polizeibeamte, bei den die Beamten zum Glück nur leicht verletzt wurden und weiter dienstfähig waren. Zudem kam es zu zwei Körperverletzungsdelikten zum Nachteil eines Feldjägers der Bundeswehr in Ausübung des Hausrechts sowie einer ehrenamtlichen DRK-Mitarbeiterin, die einem alkoholisierten Tatverdächtigen helfen wollte. Beide Geschädigten trugen nur leichte Verletzungen davon.

Gestern Nachmittag kam es am Rande des Hessentagsumzuges auf der Ehrentribüne zu einem Zwischenfall. Zwei Männer wollten sich mehrfach unbefugt Zutritt zum abgesperrten Sicherheitsbereich verschaffen. Die Polizei hat dies verhindert und die Männer zunächst abgewiesen. Doch sie wollten die Anweisung nicht akzeptieren und es kam nach einem Wortgefecht zu einem Gerangel mit den Beamten.

Nach meiner Einschätzung haben die Beamten auch in dieser Situation professionell, umsichtig und konsequent gehandelt. Es ist unverständlich, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich der Polizei widersetzen. Zwei Beamte wurden bei dem Einsatz leicht verletzt. Ihnen wünsche ich gute Besserung.

Insgesamt hat Hessen mit dem Hessentag in Fulda erneut unter Beweis gestellt, dass große Veranstaltungen bei uns sicher und friedlich stattfinden können. Hessen wird durch Menschen geprägt, die fröhlich und friedlich feiern. Darüber hinaus ist auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in unserem Bundesland immer Verlass.“

Polizei zieht positive Bilanz

Das Einsatzgeschehen entsprach insgesamt den Erwartungen an eine Veranstaltung dieser Größenordnung. Die polizeilichen Maßnahmen standen überwiegend im Zusammenhang mit veranstaltungstypischen Einsatzanlässen.

Während des zehntägigen Landesfestes nahm die Polizei 28 Strafanzeigen mit Bezug zum Hessentag auf. Hierbei handelte es sich überwiegend um vereinzelte Körperverletzungsdelikte, bei denen oftmals Alkoholkonsum eine Rolle spielte, sowie Beleidigungen, Eigentumsdelikte und Verstöße gegen das Waffen- oder Betäubungsmittelgesetz. Darüber hinaus registrierte die Polizei vier Widerstandshandlungen gegen Einsatzkräfte. In zwei Fällen kam es zum Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Bei nahezu allen bekannt gewordenen Straftatenkonnten Tatverdächtige zeitnah festgestellt und entsprechende polizeiliche Maßnahmen eingeleitet werden. Gegen auffällig gewordene Personen wurden zudem in 24 Fällen Platzverweise oder Aufenthaltsverbote ausgesprochen.

Besondere sicherheitsrelevante Ereignisse wurden während des Hessentags nicht bekannt.

Auch abseits des eigentlichen Einsatzgeschehens präsentierte sich die Polizei als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger. Die Angebote auf dem „Platz der Polizei“ stießen auf großes Interesse. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten das Polizei-Bistro sowie die vielfältigen Präventions- und Informationsangebote und suchten dabei den direkten Austausch mit den Einsatzkräften.

Polizeipräsident zeigt sich mit dem Verlauf des Einsatzes ebenfalls sehr zufrieden

Polizeipräsident Michael Tegethoff: „Der Hessentag 2026 war für die Polizei Hessen und insbesondere für das Polizeipräsidium Osthessen ein besonderer Einsatz, der über viele Monate hinweg eine intensive Vorbereitung erforderte und während der zehn Veranstaltungstage - bei teilweise sehr hohen Temperaturen - mit viel Engagement und hoher Einsatzbereitschaft bewältigt wurde. Ich danke allen Einsatzkräften, die mit Professionalität, Verantwortungsbewusstsein und gelebter Bürgernähe zum Gelingen dieses Landesfestes beigetragen haben. Besonders gefreut haben mich die vielen positiven Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher. Unsere Kolleginnen und Kollegen waren auf dem gesamten Veranstaltungsgelände sichtbar, ansprechbar und nah bei den Menschen. Die dabei erfahrene Wertschätzung und das entgegengebrachte Vertrauen sind für uns von großer Bedeutung.

Mein Dank gilt darüber hinaus der Stadt Fulda, der Bundespolizei, Feuerwehr, Rettungsdienst sowie allen weiteren beteiligten Behörden und Organisationen. Die Zusammenarbeit war jederzeit eng, professionell und vertrauensvoll. Gemeinsam ist es gelungen, den Menschen einen sicheren und friedlichen Hessentag zu ermöglichen.“

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