Eine akustische Montage von Dr. Axel Doßmann

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Jüdische Gemeinde Wiesbaden, 65185 Wiesbaden

Eine einzigartige Überlieferung entstand Ende September 1946: Auf seiner Forschungsreise durch Mitteleuropa kam der amerikanische Psychologe David P. Boder auch nach Wiesbaden, um Interviews mit Displaced Persons zu führen, genau zu Rosch ha-Schana, zum jüdischen Jahr 5707.

Trotz der Feiertage sprachen Mitglieder der wiedergegründeten Jüdischen Gemeinde mit Boder, unter ihnen der Wiesbadener David Matzner und der Gemeindevorsteher Leon Frim. Auf elektromagnetischem Tondraht überdauerte der Klang ihrer Stimmen Jahrzehnte. Mit welchen Worten zogen die DPs Bilanz? Wie bezeugten die Überlebenden am Tag des Gerichts die erlittene Verfolgung, die Angst, die Demütigung? Was und wen hielten sie in Erinnerung? Wem galt ihr Dank, wie dachten sie über ihre Zukunft?

Aus der Vielfalt der Perspektiven und Haltungen montiert der Jenaer Historiker Dr. Axel Doßmann eine akustische Erinnerung an das jüdische Neujahrsfest in der Friedrichstraße 33 vor 80 Jahren. Heute können wir sogar den Tönen der Schofar von 1946 wieder Gehör schenken. 

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